Sky-Suiten im Park Inn by Radisson Berlin Alexanderplatz

„Ein Bauleiter vor Ort ist unverzichtbar“

Renovierungsmaßnahmen bei laufendem Betrieb sind eine logistische Herausforderung. Jürgen Gangl, General Manager des zweitgrößten Hotels der Hauptstadt, hat damit jahrelange Erfahrung und setzt beim aufwendigen Umbau der 37. Etage auf enge Kooperation mit einem hausinternen Bauleiter. - von Isabell Schreml

Bild: Park Inn by Radisson Berlin Alexanderplatz
Rendering einer der neuen Suiten, die auf der 37. Etage des Park Inn by Radisson entstehen.

Größe ist ein zentrales Thema im Park Inn by Radisson Berlin Alexanderplatz: Das Gebäude ist mit 150 Metern das zweithöchste in ganz Berlin. Die Zimmerzahl des Vier-Sterne-Plus-Hauses ist mit 1.012 die zweithöchste auf dem deutschen Markt. Groß ist auch die Erfahrung, die ­General Manager Jürgen Gangl als Hotelier, speziell aber auch mit Modernisierungs- und Sanierungsarbeiten während eines laufenden Hotelbetriebs hat. Nachdem in den vergangenen beiden Jahren in zwei Schritten sämtliche Zimmer neu gestaltet wurden, entstehen derzeit auf der 37. Etage des Gebäudes 16 neue Suiten.

Anfang 2018 zog das Bauteam in über 100 Metern Höhe ein und verwandelt seither die frühere Eventetage in außergewöhnliche Wohnbereiche. Die Suiten sind 40 bis 65 Quadratmeter groß, edle Farben und hochwertige Materialien geben den Räumen eine exklusive Note. Lichtdurchflutete Räume mit raumhohen Fenstern bieten einen weiten Panoramablick über die ganze Stadt. Wer möchte, kann hier abseits vom gängigen Hotelbetrieb diskret ein- und auschecken. Ein eigener Frühstücksbereich sowie eine exklusive Executive Lounge sorgen für größtmögliche Privatsphäre. Die Gesamtinvestition für die neuen Syk-Suiten liegt bei zwei Millionen Euro. Der Ausbau der 37. Etage erfolgt, wie bereits die vorangegangenen Umbaumaßnahmen, bei laufendem Hotelbetrieb. Bei einer durchschnittlichen Auslastung von 93 Prozent (im Jahr 2017) bedeutet dies für alle Beteiligten eine besondere Herausforderung. Damit so ein Projekt möglichst reibungslos und ohne vermehrte Gästebeschwerden ablaufen kann, sind für Jürgen Gangl zwei Komponenten entscheidend: „Ganz wichtig ist, dass das gesamte Hotelteam über die Umbaumaßnahmen informiert ist – vor allem was die Laufwege, Nutzungszeiten der Lifte und Anlieferungszeiten betrifft.“ Dies sei nur durch einen detaillierten Bauzeitenplan realisierbar. Darüber hinaus sei ein Bauleiter, der zum Hotel gehört und permanent vor Ort ist, unverzichtbar. „Ich rate von der Fremdvergabe an einen Generalunternehmer ab. Nur so behält man die Kontrolle“, rät der General Manager. Ihm sei es wichtig, während der Maßnahmen sehr eng mit seinem Bauleiter zusammenzuarbeiten und so zu jeder Zeit über den Stand der Dinge Bescheid zu wissen.

Im Herbst 2018 sollen die neuen Suiten bezugsfertig sein. Für den erfahrenen Hotelier Gangl gibt es aber kein „fertig“. Die große Zahl an Neueröffnungen zwinge ältere Hotels dazu – Ketten wie Privathäuser –, immer schneller zu renovieren, um auf dem aktuellen Standard zu bleiben. Vor zehn Jahren habe man noch gesagt, dass Renovierungen alle sieben Jahre stattfinden sollten. Heute sei das in der Regel weniger, „eher fünf Jahre“. Die Fülle an neuen Designhotels befeuere diese Entwicklung zusätzlich. Bei der Größe des Park Inn Berlin Alexanderplatz müsse er auf ein Design setzen, das „keine kurzfristige Modeerscheinung ist, sondern längerfristige Trends aufgreift“. Häufige Umbauten hätten schließlich auch für die Gäste nicht nur Vorteile: „Wenn ständig am Produkt gearbeitet wird, spiegelt sich das auch in der Rate wider.“

Ein neues Gesicht für den „Alex“

Aber nicht nur das Hotel, auch der Alexanderplatz ändere in den nächsten fünf Jahren sein Gesicht, so Jürgen Gangl. Das Immobilienunternehmen Covivio, Eigentümerin des Park Inn am Alexanderplatz sowie des angrenzenden Areals, startete dazu eigens einen Architekturwettbewerb: Neue Tower und mehr Fläche für Events sollen dem Stellenwert des Berliner „Alex“ als einem der lebendigsten und buntesten Plätze Berlins gerecht werden.

www.parkinn-berlin.de

1970 als Interhotel „Hotel Stadt Berlin“ eröffnet, zählte das heutige Park Inn by Radisson Berlin Alexanderplatz schon zu DDR-Zeiten zu den spektakulärsten Hotelbauten der Stadt. Dass bereits zur Eröffnung nicht gespart wurde, beweist ein außergewöhnlicher Fund: Während der Abrissarbeiten in der zukünftigen Suiten-Etage stießen die Bauarbeiter hinter einer Mauer auf ein historisches Kunstwerk. Das Park-Inn-Team konnte die Künstlerinnen ausfindig machen, die seinerzeit eine farbenfrohe Keramikwand in aufwändiger Relieffliesen-Technik gestaltet hatten. Das kunsthistorisch bedeutende Werk wird nach der Renovierung einen Ehrenplatz im Hotel erhalten.

 
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