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Aktuelle Ausgabe

 

17.01.2012

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Agere Treugast Betriebsvergleich: Branche atmet auf

Laut Agere-Treugast-Betriebsvergleich konnten die meisten Betriebe zuletzt wieder positivere Meldungen verzeichnen, nachdem 2009 die Auswirkungen der Krise mit voller Macht durchgeschlagen hatten. Doch nach der Krise ist möglicherweise schon wieder vor der Krise und so bleibt das Umfeld bei aller Zuversicht schwierig.


Berlin, 17. Januar 2012 | Umso mehr muss der einzelne Hotelier seinen Betrieb im Auge behalten. Die erhobenen Zahlen müssen ausgewertet und – nach Aussage der Treugast besonders wichtig – laufend kontrolliert werden. Entscheidend ist dabei auch der Vergleich mit der Konkurrenz. Dabei kann der Agere-Treugast-Betriebsvergleich helfen. Er ermittelt die Kennzahlen der Branche und dient damit als Management-Tool, indem er dem Hotelier Vergleiche ermöglicht und Optimierungspotenziale aufweist.

Betriebe die das Jahr 2009 unbeschadet überstanden hatten, atmen inzwischen wieder auf. Die Entwicklung war zwar nicht bei allen Betrieben gleich positiv, grundsätzlich war jedoch ein Aufwärtstrend zu ermitteln. Neben der guten Wirtschaftsleistung der Unternehmen profitierten sie wohl vor allem von der Senkung der Mehrwertsteuer auf Beherbergungsleitungen. So konnten in vielen Segmenten Umsatzsteigerungen aus Logis erzielt werden. Gewinner sind vor allem die Hotels, die ihre Kosten im Betrieb streng im Griff haben und an verschiedenen Stellschrauben ansetzen, diese zu reduzieren. Die höheren Überschüsse wurden vielfach dazu genutzt, notwendige Investitionen in die Instandhaltung zu tätigen. Ein unerlässlicher Schritt, vorhandene Instandhaltungsrückstaus zu reduzieren und die Qualität der Betriebe zu verbessern oder zu erhalten. Dies beweist, dass die monetären Vorteile der Mehrwertsteuersenkung nicht – wie ein vielfach zitierter Vorwurf lautet – in die eigene Tasche gewirtschaftet wurden, sondern tatsächlich der Qualitätsverbesserung zugute kamen.
Bei einigen Hotelsegmenten sind die aus der Produktionswirtschaft bekannten Economies of Scale (Größenvorteile) zu beobachten. So schneiden beispielsweise bei den Hotels Garni diejenigen mit einem Umsatz über 601.000 Euro besser ab als die kleineren. Größe in Verbindung mit professioneller Unternehmensführung macht sich bezahlt.

Einige Ergebnisse des Betriebsvergleichs



Die Preise ziehen an: Fast alle Segmente konnten in der näheren Vergangenheit höhere Preise durchsetzen – nicht immer ohne schalen Beigeschmack, da die steigenden Raten oft durch Zugeständnisse bei der Auslastung erreicht wurden. Weiterhin drücken steigende Personalkosten das Betriebsergebnis I und nur wenige Betriebe schaffen es, an die Zahlen aus dem Jahr 2007 anzuschließen.
Die Kleinhotellerie (Umsatz bis 250.000 Euro) gehört zu diesen Fällen, die das Betriebsergebnis II der letzten Jahre deutlich verbessern konnten, was wohl auf den persönlichen Einsatz und das Geschick der Hoteliers, die Kosten zu senken, zurückzuführen ist. Denn sowohl Auslastung und Average Room Rate (ARR) fielen stark.
Der Mittelstand leidet weiter an einer schwachen Performance. Der gehobene Mittelstand (Umsatz bis 2,5 Millionen Euro, Logis ab 51 Prozent) ist zwar besser aufgestellt als die beiden anderen im Betriebsvergleich untersuchten Mittelstandssegmente. Er kann aber eine gestiegene Auslastung nur aufgrund sinkender Raten verzeichnen. Die Wareneinsatzquote stieg zu stark, vor allem bei den Speisen. Hier wäre ein wenig Aufmerksamkeit angebracht.

Die Großhotellerie (Umsatz ab 2,5 Millionen Euro, Beherbergung ab 56 Prozent) gehört wie schon im Vorjahr zu den Gewinnern. Sowohl Auslastung als auch Rate konnten ebenso gesteigert werden wie das Betriebsergebnis II. Die Großhotellerie mit einem Umsatz ab 7,5 Millionen Euro verschlechterte dagegen ihr Betriebsergebnis II. Obwohl die Logiskennziffern einen Aufwärtstrend bescheinigen, verschlechtern gestiegene Personalkosten das Betriebsergebnis I. Die Pachtzahlungen können kaum erwirtschaftet werden.

Besonderheiten des Betriebsvergleichs



Der aktuelle Betriebsvergleich enthält die neuesten Zahlen von 2010 und die Budgets von 2011. Er ist nach anwenderfreundlichen Gesichtspunkten strukturiert, wobei nach Betriebsarten und Umsatzgruppen unterteilt unter anderem Klein-, Mittelstands- und Großhotellerie untersucht werden. Zur Aufbereitung der Daten im Betriebsvergleich: Die Analyse erfolgt nach zwei Kontenrahmen: dem Uniform System of Accounts for the Lodging Industry (USALI) sowie dem „Mittelstandskontenrahmen“ für die Hotellerie und Gastronomie SKR 70.
Da die DATEV plant, den SKR 70 abzuschaffen und durch eine adaptierte Form der Industriekontenrahmen SKR 03 und SKR 04 zu ersetzen, wird sich die Darstellung des Betriebsvergleichs zukünftig ändern. Um eine positive Einflussnahme auf die Umsetzung des neuen Kontenrahmens gewährleisten zu können, wurden bereits Gespräche mit DATEV geführt.

Der Betriebsvergleich richtet sich an Entscheider und Experten. Im Hinblick auf kommende Investitionen und Entscheidungen finden auch Banken und Investoren mit dem Betriebsvergleich eine gute Argumentationsgrundlage.

Das Treugast International Institute of Applied Hospitality Sciences legt bereits zum neunten Mal den Betriebsvergleich Hotellerie und Gastronomie auf, zum zweiten Mal in Kooperation mit Agere. Der ist zu bestellen bei der Treugast Solutions Group.


Weitere Informationen unter: http://www.treugast.com/de/ueb...