Webcode
Geben Sie hier einen im Heft abgedruckten Webcode ein, z.B. 5039.
18.01.2012 |
HRS und Amadeus vereinbaren eine strategische Partnerschaft. Für die Hotellerie wird das teuer. HRS erhöht gleichzeitig seine Kommission zum 1. März 2012 um 15,4 Prozent! Die Vermittlung einer Einzelbuchung kostet dann nicht mehr 13 Prozent wie bisher, sondern 15 Prozent. Mit dieser Preiserhöhung verbunden ist aber eine starke Erweiterung der Reichweite.

HRS wird teurer: Das Hotelportal erhöht die Kommission von 13 auf 15 Prozentpunkte.
Köln, 18. Januar 2012 | Im Rahmen der Kooperation mit Amadeus werden 50.000 Individualhotels, die bisher exklusiv über HRS buchbar waren, in das Vermarktungsnetz eines globalen Vertriebsnetzes (GDS) eingepflegt. Durch die strategische Partnerschaft mit der Amadeus IT Group erhalten die an HRS angeschlossenen Hotels Zugang zu den globalen Buchungssystemen von Amadeus. Damit sind nach Abschluss der Integration alle HRS-Hotelpartner weltweit über 91.100 Reisebüros und 65.900 Airline-Verkaufsbüros, die Amadeus nutzen, buchbar.
Ab dem zweiten Quartal, so die Versprechungen, werden Unternehmen und Reisebüros Zugriff auf diesen Content haben. Das ist vor allem für jene Hotels ein Vorteil, die sich ihre GDS-Buchbarkeit bisher über einen teuren Switch erkauften, der zusätzliche Kommissionen in Höhe von zehn Prozent kostete und damit die Vermittlerprovision auf astronomische 25 Prozent anhob. Diese Extrakosten entfallen künftig.
Hotels jedoch, die sich fernab von Metropolen und Flughafen befinden, werden wenig von GDS profitieren. Kritik deshalb vom Hotelverband Deutschland (IHA). Markus Luthe: „Die Höhe dieser 15,4-prozentigen Provisionssteigerung ist damit nicht zu begründen. Der wahre Grund dieser Demonstration der Stärke liegt zum einen in der nun noch marktbeherrschenderen Stellung und zum anderen in den Gesetzen der Online-Distribution, die die Hotellerie in den letzten Jahren hat einreißen lassen.“
Verbunden mit der Erhöhung der Kommission sind neue AGB, über die HRS ihre Kunden gestern in einem zweiseitigen Schreiben informierte. Die neuen AGBs harmonisieren Passagen HRS, hotel.de und Tiscover. Wörtlich heißt es im Schreiben von HRS an die Hotelpartner: „Wir gehen davon aus, dass Sie auch weiterhin erfolgreich mit HRS zusammenarbeiten möchten. Ihre Zustimmung zu den neuen AGB gilt automatisch als erteilt, wenn Sie für die Zeit nach dem 1. März 2012 noch Zimmer bei HRS einstellen oder verfügbar halten.“
Weitere Informationen unter: https://hotelservice.hrs.com/p...
Hagen Kelber schrieb am 23.01.2012:
Mir war schon lange bewußt das diese Erhöhung kommen wird. Wir haben vorgesorgt und die Plattform www.deutsche-privathotels.de gegründet. Hier bezahlt man keine Provision und kann sogar auf seine eigene Webseite eine Onlinebox kostenlos enstellen siehe z.B. www.hotelgruppe-kelber.de Allen anderen Kollegen weiterhin viel Spass bei den Zahlungen an HRS und Co.
Marc schrieb am 19.01.2012:
...interessant dazu auch die Reaktion der HDV: http://www.hotelundtechnik.de/pl/1/1/608/hdv-schachzug-oder-gezielte-provokation.html
Heribert schrieb am 19.01.2012:
Aber das sind doch nur bei einem Gewinn von 35.000.000 (fünfunddreißig Millionen) Euro eine Summe von 5.383.000 (fünfmillionendreihundertdreiundachzig) Euro. Wetten die Hottelies schlucken und alle werden zahlen und HRS lacht sich tot. Auch ich bin Hotellie auf Rügen und bin mit unserem regionalen Anbieter ruegen-abc.de sehr zufrieden, habe bei HRS gekündigt und meine Auslastung wird sich deshalb nicht verschlechtern. Bei Booking wird es hoffentlich noch preislich so bleiben, wenn nicht werde ich da auch kündigen.
Wolfgang Heidel schrieb am 19.01.2012:
Wir haben ein Hotel auf der Insel Rügen und sind natürlich (noch) Kunde bei HRS. Bedenklich ist es, das HRS keinen Service für die Hotels, also sozusagen keine Arbeit mit den Buchungen hat, die einzige Arbeit ist die Rechnungsstellung. Dann gibt es die Bestpreisgarantie die uns knebeln und wehe man vergisst rechtzeitig den Preis bei einem anderen Portal zu ändern, dann erfolgt ein Drohbrief mit dem Hinweis im Wiederholungsfall sofort gekündigt zu werden. Jetzt haben alle Angst„was passiert wenn man bei HRS kündigt“! Nichts passiert! Ich werde mein Hotel bei anderen Anbietern wie „Booking“ oder unser größter Vermittler hier Regional „ruegen-abc.de „ (hier erhalte ich sowieso die meisten Buchungen) weiter anbieten. Wenn z.B. alle Hotels auf Rügen bei HRS kündigen würden, übernehmen die anderen Portale zu wesentlich günstigeren Konditionen unsere Hotels. Für HRS lohnt sich dann nämlich keine Werbung bei Google, die anderen Anbieter haben weniger Werbekosten und können langfristig günstiger bleiben. DAS WICHTIGSTE ABER IST: DIE HOTELS MÜSSEN ZUSAMMEN HALTEN. Nur gemeinsam sind wir stark.
Peter schrieb am 19.01.2012:
Auch wenn die Erhöhung bereits "voraussehbar" war - trotz der Beteuerungen von Ragge bei der Übernahme von hotel.de - sollte dies nicht hingenommen werden. Wir als familiengeführtes Hotel haben gekündigt (wir sind auch nach dem sofortigem Telefonat von HRS nicht "weich" geworden). Es ist einfach nicht hinnehmbar, was HRS & Co. verlangen. Noch mache ich die Preise auf der Grundlage einer kostenbezogenen Kalkulation. Und sogenannte Buchungssteigerungen sind eine Lüge - hier wird von HRS & Co. die marktbeherrschende Stellung dazu mißbraucht, meine Stammkunden durch Zahlung von Prämien abzuwerben, die dann, natürlich über HRS & Co. gebucht, bei gleichen Preisen bei mir buchen wollen - nur verändert sich bei den voraussehbaren Anstiegen der Internetbuchungen auf über 50% die gesamte Kostenkalkulation. Mittlerweile gehen pro Buchung über 15 € des Umsatzes an HRS & Co. Das akzeptieren selbst meine Gäste nicht mehr. Hier ist strategische Solidarität gefragt (wenn es denn eine solche geben kann): nicht nur eine HRS-frie Woche, wie in manchen Beiträgen gefordert (das stört HRS wohl kaum) - sondern massive Ablehnung der AGB. Ab 10% Vertragskündigung wird es für HRS & Co. "schmerzlich". Übrigens: auch nach der Aufkündigung von HRS buchen die Gäste weiter ... über die Buchungsplattform meiner Internetseite, wo ich nun "unbedenklich" Sonderspecials anbieten kann ...
Gerber schrieb am 18.01.2012:
In Wahrheit beträgt die Kommission nun 17,9% da HRS 15% auf den Bruttoumsatz inkl.Umsatztsuer berechnet und dann noch einmal 19% addiert. Zudem werden Provisionen auch auf fakultative Leistungen wie z.B. das Frühstück automatisch berechnet und müssen dann seitens des Hoteliers mühsam wieder korrigiert werden. Tobias Ragge nutzt damit strategisch klug und eiskalt die marktbeherrschende Stellung von HRS aus, wie bezahlen die Expansion und die HRS-Werbung die nur das System, nicht aber die Kunden (uns Hoteliers) unterstützt. Es müsste dringend ein Wettbewerb unter den Buchungssystemen geschaffen werden.
Oliver schrieb am 18.01.2012:
Wir (3-Sterne Stadthotel in der Schweiz) 2xMal mehr Buchungen durch Bookings und mindistens 1,7xMal mehr Buchungen durch das eigene GDS System. HRS wird bald merken, dass einige Hotels sie nicht mehr brauchen.
Schneider schrieb am 18.01.2012:
Sorry, es hat sich ein Rechenfehler eingeschlichen, die HRS Kommission erhöht sich um "nur" 15,38 %.
Schneider schrieb am 18.01.2012:
Auch ich als mitelständischer Hotelier empfinde die Erhöhung auf 15 % eine Unverschämtheit, um dies aufzufangen müssen/müssten wir unsere Übernachtungspreise um 2 Euro erhöhen. Man könnte aus HRS Sicht auch sagen, alles richtig gemacht, erst den einzigen ernsthaften Mitbewerber aufkaufen und einige Monate später eine saftige Kommissionserhöhung von unverschämte 26 %. Ich hoffe auch, dass nun die entsprechenden Verbände DEHOGA etc. mit entsprechenden Aktionen endlich aktiv werden um diesem Monopol von HRS etwas dagegen zu setzen.....