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24.01.2012 |
Die Preispolitik von HRS zieht Kreise. Jetzt meldet sich der Verband Deutsches Reisemanagement e.V. zu Wort. VDR-Präsident Dirk Gerdom: "Ein Markt ist gesund, wenn alle Teilnehmer in der Situation sind, ein wenig an der Schraube zu drehen und so Regulierungen vornehmen können. Die Tendenz geht aber dahin, dass einige Wenige eine übergroße Marktmacht haben und diese Position nutzen, um Preise zu diktieren".

VDR-Präsident Dirk Gerdom: Geschäftsreisende befürchten durch die HRS-Preiserhöhung höhere Übernachtungskosten.
Frankfurt am Main, 24. Januar 2012 | Auslöser für die Sorge des VDR-Präsidenten ist die für 1. März angekündigte Provisionserhöhung auf 15 Prozent des Hotelbuchungsportals HRS/hotel.de. "Der VDR möchte nicht generell Preisveränderungen kritisieren", stellt Gerdom klar. "Uns geht es darum, dass ein gesundes Gleichgewicht zwischen Anbietern und Kunden herrscht. Aktuell geht die Entwicklung in einigen Bereichen aber in Richtung Anbietermarkt." Entsprechend hatten der Zusammenschluss von HRS und hotel.de sowie die daraus resultierende starke Marktposition in der Reisebranche bereits im Vorfeld für Spekulationen über die Konsequenzen gesorgt. "Unsere Mitglieder befürchten jetzt natürlich steigende Übernachtungskosten, denn eine Anhebung der Provision von durchschnittlich 13 auf jetzt 15 Prozent kann von den Hotels wohl kaum kostenneutral aufgefangen werden."
In der Diskussion um HRS spielt auch die jüngste HDV-Umfrage zu den Provisionen der Buchungsportale eine Rolle. "Alarmierend", findet der VDR-Präsident die Ergebnisse. Sätze von bis zu 30 Prozent bei manchen Onlinevermittlern spiegelten eine Marktmacht auf Seiten der Buchungsportale wider, die ein großes Ungleichgewicht befürchten ließe.
Der Verband Deutsches Reisemanagement e.V. (VDR) vertritt die Interessen deutscher Wirtschaftsunternehmen hinsichtlich der Rahmen und Wettbewerbsbedingungen für Geschäftsreisen und Mobilität. Er setzt sich ein für effiziente, wirtschaftliche, sichere, ungehinderte, weltweite Reisemöglichkeiten für Unternehmen. Mit seinen über 500 Mitgliedsunternehmen steht er für einen Gesamtumsatz im Geschäftsreisebereich von jährlich mehr als zehn Milliarden Euro.