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24.08.2010 |
Accor wird 48 Hotelimmobilien in Frankreich, Belgien und Deutschland verkaufen. Die Transaktion bringt Accor nach eigenen Angaben 367 Mio. Euro ein. Durch die Immobilienoperation kann die Gruppe Accor ihre Verschuldung noch im laufenden Jahr um 282 Mio. Euro senken, heisst es in einer Pressemitteilung.
PARIS | Wenn Accor Pressemitteilungen in englischer Sprache verschickt, dann ist der Inhalt meist brisant. Die Verluste im Geschäftsjahr 2009 wurden bereits in englischer Sprache vermeldet, und auch das Abstoßen der 48 Hotels wird nicht in Deutsch öffentlich gemacht, obwohl in Deutschland gleich sieben Häuser betroffen sind. 31 Hotel sind in Frankreich, zehn in Belgien. Insgesamt umfasst die Umstrukturierung 6300 Betten. Der Immobilien-Deal betrifft ein Suite Novotel-Hotel, sechs Häuser der Marke Novotel, 13 Ibis und 28 Etap.
Bemerkenswert ist, dass sechs Häuser erst 2009 oder 2010 eröffnet haben, darunter das Novotel München Airport und das Ibis Stuttgart Airport. Käufer sind der Anlagefonds Predica (80 Prozent) und er Immobilienfonds Foncière des Murs (20 Prozent). Trotz des Eigentümerwechsels bleiben die Häuser unter den bekannten Marken am Markt. Die Mietverträger laufen zunächst zwölf Jahre, die neuen Eigentümer tragen durch eine umsatzbezogene Miete das Risiko mit. 19 Prozent des Jahresumsatzes wird als Miete fällig, eine Mindestmiete wird nicht garantiert.
Der Immobilien-Deal steht im Zusammenhang mit der Asset Right-Strategie der Accor-Gruppe, die bis zum Jahr 2013 den Verkauf von Hotelimmobilien im Wert von zwei Milliarden Euro vorsieht. Ziel ist es, sich künftig auf das Hotelgeschäft zu konzentrieren.