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23.01.2012 |
Offiziell, so heißt es bei HRS, hat die strategische Partnerschaft mit Amadeus nichts mit dem Google-Hotelfinder zu tun. Allerdings bastelt der Suchmaschinenriese im Hintergrund an immer neuen Modellen, um die eigene Marktstellung bestmöglich zu monetarisieren.

Das Tool “Hotels by travel time” zeigt Hotels innerhalb eines frei wählbaren Radius an.
Mountain View, 23. Januar 2012 | Seit gestern freigeschaltet ist eine neue Funktion, die dem Gast eine noch präzisere Standortsuche ermöglicht. Google hat den Hotelfinder um ein neues Feature erweitert. Mit dem Tool “Hotels by travel time” lassen sich Beherbergungsbetriebe finden, die sich innerhalb eines frei zu wählenden Radius befinden. Wer also eine touristische Attraktion oder auch den Bahnhof einer Stadt anvisiert, kann sich im Umkreis von beispielsweise zehn Minuten alle verfügbaren Hotels anzeigen lassen.
Dieses Tool ergänzt die Suche nach touristischen Hotspots oder eine dritte Variante, bei der eine frei definierte Zone in die Hotelauswahl einbezogen wird.
Den klassischen Buchungsportalen erwächst durch Google neue Konkurrenz. Noch befindet sich der Google-Hotelfinder in Deutschland in einer Experimentierphase. Google-Hotelfinder ist eine Metasuche und punktet durch Schnelligkeit und die Kombination von Google Maps und Hoteldaten. Allerdings wird auch Google keinesfalls karitative Tendenzen entfalten, wenn die Testphase beendet ist. Bezahlt wird dann nach dem Cost-per-Click-Modell von Google. Demnach sind erfolgsunabhängige Kosten von 0,2 Prozent des angezeigten Zimmerpreises im Gespräch. Nach dem erwarteten Buchungsverhalten wird es pro 100 Klicks zu einer Buchung kommen. Das ergibt eine realistische Buchungskommission von etwa 20 Prozent.
Marc Oliver Benkert ergänzt, dass zusätzliche Erweiterungen verfügbar sind, die in erster Line Anwenderfreundlichkeit zum Ziel hätten. Zudem geht der Geschäftsführer von Be:Con Agentur für Kommunikation davon aus, dass sich die Google-Kommission auf „deutlich unter 20 Prozent“ einpendeln dürfte. Der Grund: Die Erhebung der 20 Prozent basiert seiner Einschätzung zufolge auf nicht vergleichbaren Erfahrungswerten und berücksichtige nicht die Up- & Cross-Selling-Möglichkeiten, die OTAs nicht bieten.
Dennoch: Bewertungen auf die eigene Seite zu bekommen und verstärkt auf Direktbuchungen zu setzen, dürfte für Hotels die richtige Reaktion sein. Beispielsweise empfehlen dies die Verbände IHA und HDV.
Weitere Informationen unter: http://www.google.de/hotelfind...
BR seekda schrieb am 22.02.2012:
zur INFO - evt. interessant: neben der Hotelkette Best Western können einige wenige CRS bereits die Google Travel Ads (Search, Maps, Places, Hotelfinder) direkt einspeisen (Hotel via CRS direkt an Google) - darunter u.a. auch seekda.com mit dem Deutschland Partner BE:CON Marc Benkert. PS: gibt es in Ihrem Magazin auch eine Rubrik für Online/eCommerce - wäre für seekda von Interesse.