Hotelbetrieb | Ausgabe 08/2017

Best-Practice-Tipps für das Energiemanagement in Hotels

Überblick verschaffen, Kompetenz dazuholen!

Bild: Honeywell
Auch bei der Energieeffizienz gilt: Viele Wege führen nach Rom – allerdings nur mit Übersicht und entsprechender Kompetenz, wie sie zu beschreiten sind.

Energiekosten machen einen großen Teil der laufenden Kosten in der Hotellerie aus. In einem Gastbeitrag gibt Ulrich Schmöe, Energy Consultant Manager bei Honeywell Building Solutions, Denkanstöße und Anregungen für einen effizienten Hotelbetrieb. - von Ulrich Schmöe ist Energy Consultant Manager bei Honeywell Building Solutions

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Die zunehmende Vernetzung mit Sensoren und passende Softwareanwendungen wie der Energy Manager von Honeywell... mehr...

Das Geld wird in der Lobby verdient und im Keller wieder ausgegeben! Diesen Spruch versteht jeder Hotelbetreiber sofort: Gemeint sind die Energiekosten, die tatsächlich einen großen Teil der laufenden Kosten in der Hotellerie ausmachen. Meine jahrelange Praxiserfahrung und zahlreiche Projekte im Hotelbereich können diese Aussage mehr als bestätigen. Aber warum ist das so?

Wie alle Gebäudebetreiber stehen auch Hoteliers heute vor einer Vielzahl von Herausforderungen. Darunter sind Bereiche, auf die kein direkter Einfluss ausgeübt werden kann, etwa die Volatilität des Energiemarktes. In diesen Fällen ist entsprechendes Reaktionsvermögen auf sich wandelnde Bedingungen gefragt. Zwei Kernbereiche können jedoch direkt beeinflusst werden: die Infrastruktur und die unternehmenseigene Kompetenz.

Die in vielen Hotelanlagen vorhandene Infrastruktur muss heute wesentlich mehr leisten, ist dafür aber häufig gar nicht ausgelegt. Schließlich sind die zum Teil recht unterschiedlichen Gebäudeenergiesysteme schon 30 bis 40 Jahre alt. Das bedeutet auch, dass sie schon länger in Betrieb sind, als ursprünglich geplant,  und aus technischer Sicht reif für den Ruhestand oder eine Überholung. Viele Hoteliers stehen momentan genau an diesem Scheidepunkt. Das ist für sie alles andere als einfach, denn die Anlagen sind nicht nur alt, sie sind über die Jahrzehnte hinweg auch äußerst heterogen gewachsen. So kamen irgendwann ein Heizkessel dazu und ein paar zusätzliche Rohre dran. In der Praxis finden sich zum Teil wilde Konstruktionen, bei denen selbst ein erfahrener Fachmann genau hinschauen muss, um das Gesamtsystem und den Kreislauf überblicken zu können.

Kritische Punkte: Uraltverträge und fehlendes Fachpersonal

Hieran schließt die zweite große Herausforderung nahtlos an. Die Anlagen im Keller sind in teils auswucherndem Ausmaß gewachsen. Das zuständige technische Personal ist oft längst nicht mehr da oder wurde nicht nachbesetzt. Es lief ja alles. Den Hotelbetreibern fehlt es oft an einem kompletten Überblick über alle ihre Einzelsysteme. So sind Energieverbrauchszahlen und Lastgänge in der Praxis nur selten bekannt. Die Verträge mit den Versorgern laufen und verlängern sich automatisch. Eine Situation, die sich dramatisch auf den Energieverbrauch und somit die Kosten auswirkt.

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